Review: Bored to Death

“Men face reality, women don’t. That’s why men need to drink.”

                                                                              -George Christopher-

Erfolglos als Schriftsteller, gerade von der Freundin verlassen und gelangweilt vom eigenen Leben.

So erfolgt der Einstieg in die Serie „Bored to Death“. Da der Protagonist dem Alkohol in Form von Weißwein und einem regelmäßigen Cannabiskonsum, nicht abgeneigt ist, verlässt ihn seine Freundin, nachdem sie ihn mehrfach gebeten hatte, dies zu unterlassen, um die Beziehung zu retten.

Generell scheint Jonathan Ames nichts mit seiner Zeit anfangen zu können, außer dann und wann einen Kriminalroman von Raymond Chandler zu lesen. In dem Glauben, seinem Leben neuen Schwung geben zu müssen, gründet Jonathan spontan eine Detektei, denn wie schwer kann es schon sein, Kriminalfälle aufzuklären?

Obwohl unerfahren und ohne Qualifikationen, findet sich schnell sein erster Fall.

Mit dem Roman “Farewell, My Lovely” in der Tasche und den “Anleitungen” darin, kann nichts mehr schiefgehen

Ob und wie er ihn löst, dazu soll an dieser Stelle nichts verraten werden, es sei jedoch erwähnt, dass sich der Amateurdetektiv vieler Klischees bedient, um an das gewünschte Ziel zu gelangen.

Die Serie wurde vom amerikanischen Erfolgssender HBO produziert und ging 2009 auf Sendung. Seit März diesen Jahres kann die Serie auf Sky Atlantic HD angesehen werden, im deutschen Fernsehen ist sie bisher noch nicht erschien, obwohl es bisher drei Staffeln gibt, die voraussichtlich jedoch nicht fortgesetzt werden sollen.

Generell lässt sich sagen, dass die rund 30 Minuten für mich etwas zu langsam vergangen sind. Ob das wohl eine geschickte Anspielung auf den Titel der Serie sein sollte?

Das Intro hab ich als ansprechend und originell wahrgenommen, sodass ich neugierig auf die Serie geworden bin…und das wars dann auch schon, leider. Alles in allem kann mich die Storyline einfach nicht überzeugen.

(Bei manchen Serien braucht man allerdings auch etwas Geduld und Zeit bis man sich mit den Charakteren und deren Art anfreundet, so ging es mir zum Beispiel bei „The Walking Dead“.)

Der Charakter des Jonathan Ames, gespielt von Jason Schwartzmann (“Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt”) scheint mir zu steril und langweilig, die Idee des geheimen Nebenjobs (Privatdetektei) auf der einen Seite nicht skurril genug, auf der anderen schon fast zu ordinär und abgenutzt. Trotz prominenter Nebencharaktere, wie Zach Galifianakis (“Hangover”), der innerhalb der Serie den besten Freund spielt und mit seiner direkten und witzigen Art einige Pointen zum Besten gibt, und Ted Danson (“CSI: Vegas”), der als alkohol- und cannabissüchtiger Herausgeber eines Magazins Männerweisheiten präsentiert, wurde ich von der Pilot-Folge nicht mitgerissen. Aber vielleicht schaffen es ja die nächsten Folgen?!

Bored to Death Cast (von links): Ted Danson, Zach Galifianakis, Jason Schwartzmann
Quelle: http://www.hbo.com

Ich denke, dass die Serie durch Thematik und Umsetzung hauptsächlich Männer ansprechen wird, zumal sie dem Genre „Noir-otic Comedy“ zugeordnet wird, einer Mischung aus Film Noir und neurotic, neurotisch, und damit wahrscheinlich – Achtung, Vorurteil? – eher den Geschmack des männlichen Zuschauers trifft.

Meine Bewertung

Meine Bewertung

Das ist jedoch nur meine Meinung… wie sieht es bei euch aus? Stimmt ihr mir zu? Seht ihr das ähnlich? Oder habt ihr eine ganz andere Ansicht zu dieser Serie?

One thought on “Review: Bored to Death

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