Review: The Carrie Diaries

“It’s always the same dream. I’m in the city and I belong. Manhattan is mine. But then I always wake up. The same old Carrie Bradshaw in Castlebury Connecticut.”
– Carrie Bradshaw

Ich muss zugeben, dass ich nie ein großer Fan von Sex And The City war, auch wenn ich über die Jahre hinweg sicher etliche Folgen davon gesehen habe. Mit “The Carrie Diaries” griff der Sender The CW nun auch das Prequel der Autorin Candace Bushnell auf und versetzte Carrie Bradshaw zurück in die Highschool.

1984. Die Mutter der 16jährigen Carrie Bradshaw (AnnaSophia Robb) ist vor wenigen Monaten an Krebs gestorben und das Familienleben steht dementsprechend auf Kopf. Ihr Vater Tom (Matt Letscher) weigert sich, den Verlust seiner Frau zu akzeptieren und ist mit Carries aufmüpfiger 14jähriger Schwester Dorrit (Stefania Owen) mehr als überfordert. Während die Freundinnen der späteren SATC-Protagonistin sich alle zu verlieben scheinen und sich langsam vom Mädchen zu Frau entwickeln, fühlt Carrie sich irgendwo hängen geblieben – gefangen zwischen ihren Träumen und der eher ernüchternden Realität. Als ihr Vater ihr ein Praktikum in einer New Yorker Anwaltskanzlei beschafft, um das Mädchen auf andere Gedanken zu bringen, erfüllt sich Carries großer Traum – endlich darf sie nach Manhattan!


Hachja. Mir war von vorneherein bewusst, dass ich vermutlich nicht gebannt vor dem Fernseher sitzen würde um die Abenteuer der jungen Bradshaw zu verfolgen, doch war mir während der knapp 43 Minuten zeitweise dann doch etwas zu langweilig. Zweifelsohne wurde sich mit der Umsetzung der Serie Mühe gegeben, denn der so bekannte “Carrie Stil” wurde auch hier schon umgesetzt – die Hauptprotagonistin führt den Zuschauer wie in einer Art Erzählung, einer Kolumne oder vielleicht einem Tagebucheintrag durch die Handlung und weist dabei auf die eine oder andere Sache hin, während es hauptsächlich um ihre eigenen Wünsche und Träume geht.

Als Carrie ihren ersten Tag in der Anwaltskanzlei bestreitet, wird ihre selbst designte Tasche in der Mittagspause natürlich direkt von einer Modejournalistin (Freema Agyeman) entdeckt, die dem Mädchen auch gleich ohne Umschweife große Liebesgeständnisse macht. Zum Dank, dass Carrie ihr beim Klauen eines recht hässlichen Kleides geholfen hat, wird sie dann prompt in die New Yorker Künstlerszene eingeführt – dass das Mädchen dabei erst 16 ist, scheint niemanden zu interessieren. Natürlich wird auch für die richtige Portion Dramatik gesorgt, denn Dorrit verschwindet plötzlich spurlos und Beziehungen, von denen man vorher ohnehin kaum etwas mitbekommen hat, die aber offensichtlich wichtig waren, werden beendet.

Das größte Problem dieser Serie ist meiner Meinung nach die fehlende Originalität… oder anders ausgedrückt: Es wird wirklich jedes Klischee bedient, das den Machern eingefallen ist. Die rebellische Schwester, die betrunken nach Hause kommt, die Freundin, die ihre Jungfräulichkeit verliert und dann sitzen gelassen wird, der beste Freund, der von seiner Freundin betrogen wird aber eigentlich ohnehin schwul zu sein scheint, die drei oberfiesen aufgestylten Zicken, die sich an den neuen Schüler ranmachen, auf den aber eigentlich Carrie steht… ich könnte diese Liste allein nach der erste Episode noch ewig weiterführen und wie ihr seht, ist nichts davon auch nur annähernd originell.  Da ich jedoch die Buchvorlage nicht kenne, vermag ich schlecht zu beurteilen, was davon wirklich der Unkreativität der Produzenten und was der Autorin geschuldet ist, doch umhauen konnte mich der Plot bisher nicht.

Die Darsteller und allen voran natürlich AnnaSophia Robb als Carrie sind allesamt wirklich ganz nett, reißen den langweiligen Plot jedoch auch nur geringfügig raus und gaben mir nicht das Gefühl, dass es sich hier wirklich um den Vorgänger von Sex And The City handelte. Die filmtechnischen Mittel entsprechen jeder anderen Teenie-Serie und sind solide, doch wenig begeisternd. Fans von Teen-Comedy könnten an der Serie zwar durchaus Gefallen finden, doch frage ich mich auch hier, wie lange eine Show, die so furchtbar vorhersehbar ist, selbst Fans begeistern kann. Die Tatsache, dass bereits eine zweite Staffel mit 13 weiteren Folgen geplant ist, bestätigt immerhin, dass sich genug Menschen das Prequel zu SATC zu Gemüte geführt haben, doch mich konnte es nicht überzeugen.

Die Andersartigkeit der Erfolgsserie fehlt, die Kreativität sowieso und irgendwie konnte mich nichts so wirklich begeistern.

Die 2 Sterne vergebe ich aufgrund der Tatsache, dass sich sicher Liebhaber dieser Show finden lassen und dass das Konzept solide umgesetzt wurde, doch weiterschauen werde ich definitiv nicht.

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Wie fandet ihr The Carrie Diaries? Gefällt euch dieses Genre oder langweilt ihr euch schon beim Gedanken an kichernde Teenager und Mädchenproblemen?

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